Richtige Mülltrennung

Aktualisiert: 28. Dez 2020

Wie unser Müll richtig getrennt wird und was damit in den Recyclinganlagen geschieht



Wir alle trennen jeden Tag unseren anfallenden Müll in Restmüll, den Gelben Sack, Papiermüll und Biomüll. Doch warum eigentlich? Was ist an Mülltrennung so wichtig und was gibt es zu beachten?


Wie wird Müll getrennt?


Vorab, 2018 waren es 417,2 Tonnen Müll, allein in Deutschland.

Aber warum den Müll trennen?



In den Mülldeponien werden Sortieranlagen eingesetzt, welche aber nur richtig funktionieren, wenn der Müll angemessen getrennt wurde. Andernfalls gehen wertvolle Ressourcen verloren, wie zum Beispiel im Falle von Restmüll, welcher verbrannt wird. Würde dort Papier verbrannt werden, würden diese Rohstoffe nicht mehr zur Verfügung stehen.


Da wir nun wissen, was in welche Tonne gehört, gehen wir der Frage auf den Grund, was beim Recycling einzelner Müllsorten eigentlich passiert.


Papier

1. Zuerst wird das Altpapier aus den Blauen Tonnen geholt.

2. Dann wird es im Recyclingwerk nach den Papierarten sortiert.

3. Durch das darauffolgende Sieben wird das Papier von den Gegenständen getrennt, welche nicht zum Papier gehören. Zum Beispiel Büroklammern.

4. Dann wird das übrig gebliebene Papier zerkleinert.

5. Hiernach wird die Druckerfarbe entfernt. Dabei wird das zerkleinerte Papier mit Wasser gemischt, wobei ein Brei entsteht

6. Um helles Papier zu bekommen, wird der Faserbrei mit Sauerstoff oder Wasserstoffperoxid gebleicht.

Leider geraten dabei gefährliche Chemikalien ins Wasser

7. Auf Bahnen wird der Brei geglättet, getrocknet und zu neuem Papier ausgerollt.

Allerdings lässt sich der Vorgang so nur fünf bis sieben Mal wiederholen, denn sonst würden das Papier nicht stabil genug werden.



Biomüll

Biomüll lässt sich gut zu Kompost, Energie und Wärme weiterverarbeiten.


Der Biomüll kommt entweder in Kompostierungsanlagen, wo er zu Kompost verarbeitet wird, oder in eine Biogasanlage. Dort wird der Abfall erst vergoren. Dabei entsteht Biomethan, welches als Strom- oder Wärmequelle verwendet werden kann.

Daraus kann aber auch Dünger für Äcker entstehen.

Natürlich kann der Biomüll auch Zuhause kompostiert werden.



Gelber Sack


Wird recycelt, um Erdöl wiederzuerlangen


1. In Sortieranlagen werden die Kunststoffe durch verschiedene physikalische Verfahren getrennt.

2. Eine Siebtrommel teilt die Kunststoffe in kleinere und größere Verpackungen auf.

3. Folien werden zum Beispiel abgesaugt. Ein Magnet entnimmt Weißblechdosen aus dem Strom.

4. Die Weißblechdosen werden geschmolzen, gewalzt und zu neuen Dosen verarbeitet.


Meistens verbinden wir den Gelben Sack mit Plastik, was ein Irrtum ist, da eine Zahnbürste zum Beispiel in den Restmüll gehört. So gelangt viel Müll in die falsche Tonne.

Da die meisten Menschen denken, dass der getrennte Plastikmüll nicht recycelt, sondern verbrannt wird, sorgt wohl dafür, dass die meisten nicht viel Wert auf Mülltrennung legen.

Diese Gerüchte lassen sich darauf zurückführen, dass Kunststoff zum Teil nicht recycelt werden kann. Gründe hierfür sind zum einen die großen Mengen unterschiedlicher Kunststoffe und die Tatsache, dass viele Kunststoffe nicht sortenrein vorliegen, da sie entweder untereinander gemischt werden oder ihnen Stoffe zugefügt werden.



Restmüll

1. Der Müll wird zerkleinert, um ihn später trennen zu können.

2. Danach werden die Metallteile aussortiert.

3. Hiernach wird der Müll mehrere Tage getrocknet.

4. Jetzt wird der Müll maschinell in brennbare Rohstoffe (Holz, Papier) und nicht brennbare Rohstoffe (Steine, Glas) sortiert. Die nicht brennbaren Materialien werden weiter aufbereitet und recycelt.

5. Das Trockenstabilat ist das Endergebnis aus den brennbaren Stoffen. Es dient als Sekundärbrennstoff für die Großkraftwerksindustrie und ersetzt Kohle und weitere fossile Energieträger.

















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